Buddhismus

Veröffentlicht von Angela Chang am

Was ist Buddhismus?

Buddhismus : Lehre + Logik + Erkenntnis = Philosophie?

Buddhismus ist keine Psychologie und auch keine Philosophie. Wieso? Weil die buddhistische Praxis dich dauerhaft verändern kann. Klar, dir wird die Möglichkeit geboten mit dir selbst und der Welt besser zurecht zu kommen. Allerdings bleibt man bei der Psychologie eher beim Alltäglichen, während der Buddhismus auf mehrere Leben ausgerichtet ist und Vergänglichkeit mit einschließt.

Im Buddhismus glaubt man an die Wiedergeburt. Erfahrungen und Geschehnisse haben ihre Ursache nicht nur aus dem jetzigen Leben. Es sind auch die Früchte aus unserem früheren Leben. Nach dem Karma-Prinzip wirken sich Gedanken, Rede und Handlung genauso auf unsere Zukunft aus. Dadurch lassen sich die unterschiedlichen innere und äußere Umstände der Menschen erklären.

Der Buddhismus unterscheidet sich stark von den Glaubensreligionen wie Christentum, Judentum oder Islam. Wie im Taoismus und Hinduismus ist Buddhas Lehre eine Erfahrungsreligion. Buddha sieht sich nicht als Gott oder Überbringer der Lehre eines Gottes. Die Lehre hat er nicht durch göttliche Offenbarung erhalten, sondern durch das Verständnis der Natur aller Dinge und des eigenen Geistes. Dieses Wissen ist jedem zugänglich. Seine Lehren und Methodik soll dabei helfen dieses Wissen anzueignen. Zudem warnte er vor blinder Autoritätsgläubigkeit und unterstreiche die Selbstverantwortung von jedem einzelnen Menschen. Die Fähigkeit zur Erleuchtung steckt in jedem von uns. Durch die Entfaltung des eigenen Geistes erlangt man die „Buddha-Natur“.

„Buddha“ ist wörtlich übersetzt „Erwacht“ und ist ein Ehrentitel. Im Buddhismus gibt es wenig Vorschriften von außen, den der Weg zur Erleuchtung führt über Selbstständigkeit und Eigenverantwortung des Menschen. Die Lehren Buddhas sollen bewusst hinterfragt werden und durch die eigene Erfahrung überprüft werden. 

Verbreitung

Lehrend wanderte Siddhartha Gautama bis zu seinem Tod im Alter von 80 Jahren durch Nordindien. Von dort aus verbreitete sich die Buddhistische Lehre über die Nordindischen Grenzen und wurde in religiösen und philosophischen Traditionen eingebunden. Durch die Wechselwirkung entstanden viele Abwandlungen die sich stark vom ursprünglichen Buddhismus unterscheiden.  Während die Erfahrungsreligion weite Verbreitung fand, wurde sie im 10. Jahrhundert in Indien zurückgedrängt. Die Anhänger wurden getötet, Mönche und Temple entscheidend geschwächt und zwangsweise islamisiert. Andere wandten sich wiederum dem Hinduismus zu. Heute sind in vielen Ländern nur noch Ruinen zu sehen, die eine ehemalige Blüte der buddhistischen Kultur zeigen.

Der Buddhismus ist mittlerweile die viertgrößte Religion und hat je nach Quelle zwischen 230-500 Millionen Anhänger. Davon leben etwa die Hälfte in China. Es ist hauptsächlich in Süd-, Südost- und Ostasien verbreitet.

Wie wird man Buddhist?

Den Weg des Buddhas gehen, seine Lehre folgen und darin Zuflucht nehmen. Der Samsara ist ein Kreislauf von Tod und Wiedergeburt. Durch den Weg der Erleuchtung erlangt man eine Zuflucht, die außerhalb vom Samsara liegt. Aus dem Kreislauf und den eigenen Konzepten ausbrechen, in denen man gefangen ist.

Es existieren fünf Silas (Regeln) die den ersten Schritt zum Buddhisten prägen:

1. Kein Lebewesen töten oder verletzen. Egal wie groß oder mikroskopisch klein es ist. 

2. Nichtgegebenes nicht zu nehmen. 

3. Keine unheilsamen sexuellen Beziehungen zu pflegen und sich im rechten Umgang mit den Sinnen zu üben. 

4. Nicht zu lügen oder unheilsam zu reden. 

5. Das Bewusstsein nicht durch berauschende Mittel zu trüben.

Die Vassa-Klausurzeit ist eine Gelegenheit für buddhistische Mönche und Nonnen, sich ein Jahr in ihrem religiösen Leben zu verdienen: 

Ein Mensch bekommt ein ,,Lebensjahr“ zu seinem Geburtstag, während alle buddhistischen Mönche und Nonnen ein religiöses Jahr bei der Vassa-Klausurzeit bekommen. 

Ein buddhistischer Mönch oder eine buddhistische Nonne, der/die nicht an der Vassa-Klausurzeit teilnimmt, gilt als ,,religiös alterslos“. Jeder, der an der Vassa-Klausurzeit teilnimmt, wird ein religiöses Jahr erhalten. 

Jedes Jahr werden buddhistische Mönche und Nonnen auf dem ,,Ullambana-Fest“ (15. Juli nach den Mondkalender) um ein religiöses Jahr älter. Je öfter man teilnimmt, desto mehr wird man respektiert und desto höher ist der Rang im Sangha, und man darf als Dharma-Meister fungieren. Außerdem erhält man das Recht, Schüler aufzunehmen. 

Schlussfolgerung

Buddha lehrte, dass buddhistische Mönche und Nonnen verpflichtet sind, einmal im Jahr die Vassa-Klausurzeit zu praktizieren, auch wenn man 60 Jahre alt ist. Dies zeigt, dass Buddha viel Wert auf ein gereinigtes Leben und die Aufrechterhaltung der Regeln legte. 


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